Die Entwicklung neuer Produkte ist das Lebenselixier eines jeden erfolgreichen Unternehmens – vor allem inmitten des heutigen wettbewerbsintensiven Geschäftsumfelds. Dies erklärt, warum sich laut einer Umfrage von PwC 83 % der Unternehmen bei ihrer derzeitigen Geschäftsstrategie auf Wachstum fokussieren. Um dieses Wachstum zu beschleunigen, sind Unternehmen darum bemüht, ihr bestehendes Produktangebot zu erweitern.

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Der Fokus auf Wachstum zeigt, dass die führenden Unternehmen der Branche erkannt haben, dass die Fähigkeit, neue, innovative Produkte einzuführen, nicht nur ein Wettbewerbsvorteil ist – sie ist eine Notwendigkeit, um in der schnelllebigen Geschäftswelt von heute zu bestehen. Tatsächlich stimmten 43 % der Führungskräfte der Aussage zu, dass Innovation eine „absolute Notwendigkeit“ in der Produktentwicklung ist.

Die Entwicklung neuer physischer Produkte verläuft jedoch selten reibungslos. Sie erfordert ständige Wachsamkeit und einen gut definierten Prozess, um sicherzustellen, dass die Arbeit auf die Geschäftsstrategie abgestimmt ist. Zudem ist dies der beste Weg für das erfolgreiche Einführen neuer Produkte auf dem Markt sowie das Erreichen der Unternehmensziele.

Dieser Artikel thematisiert die sieben Phasen der Produktentwicklung, die jeweiligen Best Practices und wie der Prozess mit Lösungen für das Produktportfolio-Management optimiert werden kann. Vorab ist es jedoch wichtig zu verstehen, warum ein standardisierter Ansatz für die Entwicklung neuer Produkte, der bewusst in bestimmte Phasen unterteilt ist, für eine erfolgreiche Markteinführung entscheidend ist.

  • „83 % der Unternehmen fokussieren sich bei ihrer derzeitigen Geschäftsstrategie auf Wachstum.“
  • „43 % der Führungskräfte stimmen zu, dass Innovation eine ‚absolute Notwendigkeit‘ in der Produktentwicklung ist.“

Warum es so wichtig ist, die Produktentwicklung von Beginn an richtig anzugehen

Die Einführung neuer Produkte ist inmitten des dynamischen Geschäftsumfelds von heute immer wichtiger, wenn nicht sogar notwendig geworden, um der Konkurrenz und den Erwartungen der Kund:innen voraus zu sein. Laut McKinsey sind 80 bis 90% der Führungskräfte der Meinung, dass Innovation und neue Produkte für ihre Wachstumsstrategie unerlässlich sind. Derselbe Bericht besagt jedoch auch, dass nur 6% der Führungskräfte in Unternehmen mit ihrem derzeitigen Innovationsniveau zufrieden sind.

Um zu verstehen, warum Organisationen Schwierigkeiten haben, in einem so wichtigen Bereich erfolgreich zu sein, ist ein klareres Bild der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Produktentwicklung erforderlich. Zu diesen Herausforderungen gehören unter anderem folgende:

Marktveränderungen und sich ständig ändernde Anforderungen der Kund:innen:

Heutzutage haben Verbraucher:innen Zugang zu einer Vielzahl von Marken und Produkten. Das bedeutet, dass Unternehmen schnell neue, innovative Produkte anbieten müssen, um nicht Gefahr zu laufen, Kund:innen zu verlieren. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Markt und die Trends verändern, macht es Unternehmen jedoch zunehmend schwer, Schritt zu halten.

Überblick/Kontrolle über die Lieferketten- und Ressourcenkosten:

Die Entwicklung und Einführung neuer Produkte ist in der Regel ein teurer Prozess. Unternehmen müssen ein perfektes Gleichgewicht zwischen Lieferketten- und Ressourcenkosten finden, um die Überlebenschancen des neuen Produkts zu steigern.

Zeitdruck aufgrund von Wettbewerb:

Auch das Innovationstempo stellt eine Herausforderung bei der Entwicklung neuer Produkte dar. Langsame Feedback- und Überprüfungszyklen können es Unternehmen erschweren, Zeitpläne einzuhalten und neue Produkte rechtzeitig und erfolgreich auf den Markt zu bringen.

Mehrwert:

Personalisierung steht bei den heutigen Verbraucher:innen ganz oben auf der Prioritätenliste. Unternehmen, die in diesem Bereich glänzen, erzielen 40 % mehr Umsatz als diejenigen, die wenig Wert auf eine individuelle Anpassung legen. Bieten die neuen Produkte den Kund:innen jedoch keinen nennenswerten Mehrwert, kann dies zu einem Produktversagen führen.

Um all diese Herausforderungen zu meistern, müssen Organisationen jede Entscheidung oder Abhängigkeit bei der Produktentwicklung – von der Ideenfindung über die Ausführung bis hin zur Vermarktung – mit ihrer allgemeinen Geschäftsstrategie und ihren Zielen in Einklang bringen. Eine Abgrenzung und Definition der verschiedenen Phasen des Produktentwicklungszyklus ermöglicht Organisationen:

  • zuversichtlich die richtigen Produkte/Innovationen auszuwählen, auf die sie einen Fokus legen.
  • Ideen erfolgreich in ein marktfähiges Produkt umzuwandeln, das die Bedürfnisse und Erwartungen der Kund:innen erfüllt.
  • vorausschauend zu handeln, um Risiken zu reduzieren und die Markteinführung zu beschleunigen.
  • sicherzustellen, dass Kund:innen einen maximalen Nutzen aus den neuen Produkten ziehen können.

Die 7 Phasen der Produktentwicklung

Ein standardisierter Prozess für die Entwicklung neuer Produkte bietet Organisationen ein solides Framework für eine erfolgreiche Produktentwicklung und -einführung. Dies sind die Phasen der Produktentwicklung:

  • Ideenfindung
  • Recherche
  • Scoping
  • Erstellung eines Business Case
  • Entwicklung
  • Test und Validierung
  • Markteinführung

Mithilfe von Best Practices für die Produktentwicklung können Unternehmen den gesamten Prozess rationalisieren und verbessern und häufige Fallstricke vermeiden. Im Folgenden werden wir die einzelnen Phasen der Produktentwicklung näher beleuchten und die wichtigsten Aktivitäten, Herausforderungen und Risiken sowie Best Practices erläutern.

Phase 1 der Produktentwicklung: Ideenfindung

Die erste Phase der Produktentwicklung ist die Ideenfindung. In dieser Phase geht es darum, Produktideen zu generieren, zu prüfen und diejenigen zu priorisieren, die den Kund:innen und dem Unternehmen einen Mehrwert bieten können.

„Einer Quelle zufolge sind 60 % der Unternehmen der Meinung, dass die Ideenfindung die kritischste Phase ist.“

Wichtigste Aktivitäten während der Ideenfindung

Die Ideenfindung beginnt oft mit einer gründlichen Marktforschung und Produktanalyse, in deren Rahmen Kund:innen und Fokusgruppen befragt werden. Die Zusammenarbeit mit den Produktmarketing- und Vertriebsabteilungen kann die Durchführung von Tests erleichtern.

Darüber hinaus umfasst die Ideenfindung dynamische Brainstorming- und Crowdsourcing-Initiativen, um die Entwicklung vielfältiger und innovativer Produktideen zu fördern, die den Anforderungen der Kund:innen entsprechen. Anschließend werden diese Ideen von den Produktverantwortlichen anhand verschiedener Kriterien wie Realisierbarkeit, Profitabilität, Übereinstimmung mit den Geschäftszielen, Mehrwert für Kund:innen und Wettbewerbsvorteil sorgfältig priorisiert.

Die vielversprechendsten Konzepte werden für die weitere Entwicklung, die Validierung und das strategische Innovationsmanagement ausgewählt, um ein gut durchdachtes und kundenorientiertes Produktportfolio sicherzustellen.

Größte Herausforderungen und Risiken bei der Ideenfindung

  • Sammlung von zu wenigen oder zu vielen Produktideen, Ideen können zu ähnlich sein (d. h. Kannibalisierung) oder sich zu sehr von bestehenden Produkten oder Anforderungen der Kund:innen unterscheiden (d. h. schlechter Produktmix)
  • Versäumnis, nicht realisierbare oder unprofitable Produktideen auszusortieren, die in späteren Phasen der Produktentwicklung Zeit und Ressourcen verschwenden
  • Ablehnung potenziell wertvoller Produktideen aufgrund kognitiver Bias, Gruppendenken oder mangelnder Vielfalt und Rückmeldung

Best Practices für die Ideenfindung

In der ersten Phase der Produktentwicklung können Ideen auf verschiedene Weise und zu verschiedenen Zeiten entstehen.
In der ersten Phase der Produktentwicklung können Ideen auf verschiedene Weise und zu verschiedenen Zeiten entstehen.

Nutzen Sie verschiedene Quellen und Methoden: Organisationen sollten sich bei der Generierung von Produktideen auf mehrere Quellen und Methoden stützen, darunter erweitertes Crowdsourcing, Beobachtungen, Ethnografie, Data Mining, Trendanalysen und mehr.

Beziehen Sie eine vielfältige Gruppe von Stakeholdern ein: Der Einbezug eines diversen und funktionsübergreifenden Teams öffnet die Tür zu verschiedenen Perspektiven und Einsichten, die sonst vielleicht nicht berücksichtigt worden wären.

Verfolgen Sie einen strukturierten/systematischen Ansatz: Die Methode zur Auswahl von Produktideen sollte strukturiert sein und sich auf Bewertungsmodelle, Entscheidungsmatrizen, SWOT-Analysen und mehr stützen.

Testen und validieren Sie Produktideen: Alle Produktideen sollten frühzeitig und ausgiebig mithilfe von Methoden wie Umfragen, Interviews, Fokusgruppen und Prototyping getestet werden. So können Organisationen Feedback einholen und das Interesse und die Zufriedenheit ihrer Kund:innen messen.

Phase 2 der Produktentwicklung: Recherche

Die zweite Phase der Produktentwicklung ist die Recherche. Hier werden gründliche Untersuchungen und Analysen der ausgewählten Produktideen durchgeführt, um die Anforderungen der Kund:innen, die Marktchancen, die Wettbewerbslandschaft, die technische Realisierbarkeit und die finanzielle Tragfähigkeit des Produkts zu prüfen.

„Weniger als 20 % der neuen Produkte überstehen die Recherchephase.“

Ein entscheidender Unterschied zwischen der Ideenfindungs- und der Recherchephase besteht darin, dass in der Recherchephase neue Ideen untersucht werden, die bereits von der Unternehmensleitung ausgewählt und genehmigt wurden. In der vorherigen Phase geht es primär um das Sammeln von Ideen.

Wichtigste Aktivitäten während der Recherche

In der Anfangsphase der Entwicklung eines neuen Produkts gehören die Definition des Zielsegments und die Erstellung von Customer Personas, die die Grundlage für das Produkt bilden, zu den wichtigsten Schritten. Dazu gehört die sorgfältige Untersuchung des Markts durch umfassende Marktforschung und die Analyse von Faktoren wie Marktgröße, Wachstumstrends, treibende Kräfte, Hindernisse, Vorschriften und allgemeine Marktdynamik.

Zudem wird eine gründliche Wettbewerbsanalyse durchgeführt, um die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats; kurz: SWOT) zu ermitteln, die von bestehenden oder potenziellen Mitbewerber:innen ausgehen.

Darüber hinaus sollte eine Analyse zur technischen Machbarkeit durchgeführt werden, um die praktische Realisierbarkeit des Produkts zu unterstreichen. Dazu gehört eine ausführliche Prüfung der technischen Anforderungen und Spezifikationen für die Entwicklung des neuen Produkts.

Als letzter Punkt der Recherchephase sollten mit einer Bewertungsanalyse die Kosten, der Return on Investment (ROI) und der Kapitalwert im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung des neuen Produkts abgeschätzt werden. Diese umfassenden Analysen bilden zusammen ein strategisches Framework, das als Grundlage für die nachfolgenden Phasen der Produktentwicklung dient, eine fundierte Entscheidungsfindung unterstützt und einen erfolgreichen Markteintritt ermöglicht.

Größte Herausforderungen und Risiken bei der Recherche

  • Verlass auf ungenaue oder veraltete Daten
  • Versäumnis, ausreichende oder umfassende Untersuchungen durchzuführen, was zu unzureichenden oder fehlerhaften Erkenntnissen in Bezug auf die Anforderungen der Kund:innen, die Marktchancen oder die finanzielle Tragfähigkeit des Produkts führt
  • übermäßige oder nicht ausreichende Forschung und Analyse, sodass es zu Verzögerungen oder Ineffizienzen in den darauffolgenden Phasen der Produktentwicklung kommt

Best Practices für die Recherche

Berufen Sie sich auf verschiedene Quellen: Die Teams sollten zahlreiche Quellen zur Sammlung und Analyse von Daten nutzen, z. B. quantitative und qualitative Sekundär- oder Primärforschung, um die Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Ergebnisse zu überprüfen.

Verwenden Sie geeignete Tools: Wählen Sie Tools, mit denen Sie Daten effektiv organisieren und visualisieren können. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse richtig verstanden und weitergegeben werden.

Nutzen Sie Frameworks und Modelle: Dies hilft bei der Zusammenfassung und Präsentation von Daten oder Informationen, um wichtige Aspekte und Annahmen in Bezug auf die Produktidee hervorzuheben.

Testen und validieren Sie die Daten: Daten sollten immer mithilfe von Umfragen, Interviews und weiteren Mitteln validiert werden, um die Ergebnisse und Annahmen zu präzisieren.

Phase 3 der Produktentwicklung: Scoping

Beim Scoping wird der Umfang des neuen Produkts definiert, d. h. es wird festgelegt, welche Merkmale, Funktionen, Spezifikationen und Anforderungen auf der Grundlage der in der Recherchephase durchgeführten Untersuchungen und Analysen enthalten sein werden.

Wichtigste Aktivitäten während des Scoping

Die erfolgreichsten Produktentwicklungsteams beginnen diese Phase mit der Erstellung einer Produktvision – einer umfassenden Beschreibung des Zwecks, des Wertversprechens, des Zielmarkts und der übergeordneten Ziele des künftigen Produkts.

Im Anschluss daran wird eine Produkt-Roadmap erstellt, die den grundlegenden Plan, den Zeitplan, die Meilensteine, die zu erbringenden Leistungen, die Abhängigkeiten und die erforderlichen Ressourcen für die Entwicklungs- und Markteinführungsphasen enthält. Gleichzeitig wird ein Produkt-Backlog erstellt, in dem die unzähligen Aufgaben, Bugs und Verbesserungen katalogisiert werden, die zum Produktentwicklungsprozess gehören.

Über eine gemeinsame Roadmap erhalten die Stakeholder einen Überblick über alle Initiativen, Programme und Technologien, um die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen.
Über eine gemeinsame Roadmap erhalten die Stakeholder einen Überblick über alle Initiativen, Programme und Technologien, um die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen.

Ein weiterer Teil des Scoping ist die Entwicklung eines Minimum Viable Product (MVP). Dies hilft dabei, die Mindestfunktionen zu umreißen, die für die Tests und die Validierung mit Kund:innen erforderlich sind. Durch die Einführung eines MVP können die Produktteams wertvolle Erkenntnisse gewinnen, das Produkt auf der Grundlage von Feedback aus der Praxis ausreifen und seine Merkmale und Funktionen iterativ verbessern.

Größte Herausforderungen und Risiken beim Scoping

  • unrealistisches oder unklares Scoping, was zu einem zu großen Umfang, einer Über- oder Unterentwicklung oder zu einer mangelnden Ausrichtung auf die Anforderungen oder Erwartungen der Kund:innen führt
  • Planung zu vieler oder zu weniger Funktionen und somit eines Produkts, das entweder zu komplex oder zu einfach ist, um von den Kund:innen genutzt oder geschätzt zu werden
  • vage oder mehrdeutige Spezifikationen oder Anforderungen und daraus resultierende Verwirrung oder Fehler bei der Produktentwicklung oder den Tests

Best Practices für das Scoping

Wählen Sie die richtigen Tools: Zur Definition und Dokumentation von Umfang, Merkmalen, Funktionen, Spezifikationen und Anforderungen eines Produkts sollten die richtigen Tools verwendet werden. Das schafft Klarheit und hilft, die Vollständigkeit eines Produkts zu definieren.

Verwenden Sie Agile-Methoden: Agile-Methoden für die Produktentwicklung sind sehr hilfreich für die Definition und das Management des Produktumfangs. Sie sorgen für Flexibilität und stellen sicher, dass auf sich ändernde Anforderungen oder Erwartungen der Kund:innen reagiert werden kann.

Setzen Sie auf Priorisierungstechniken: Ein entsprechender Ansatz zur Definition und Priorisierung von Produktmerkmalen oder -funktionen stellt sicher, dass eine Übereinstimmung mit den wahrgenommenen Wertvorstellungen der Kund:innen und den Geschäftszielen besteht.

Verwenden Sie Validierungstechniken: Dies hilft dabei, das MVP richtig zu definieren und zu testen, um kontinuierlich dazuzulernen und eine Verbesserung des Produkts zu ermöglichen.

Phase 4 der Produktentwicklung: Erstellung eines Business Case

Halbzeit bei der Produktentwicklung! Als Nächstes muss ein Business Case erstellt werden. Bei diesem Prozess geht es um die Formalisierung aller Arbeiten, die in den vorangegangenen Phasen durchgeführt wurden, in der Hoffnung, die Genehmigung, Finanzierung und Unterstützung der Geschäftsleitung, der Investor:innen oder anderer Entscheidungsträger:innen zu erhalten.

Ein Business Case für die Produktentwicklung sollte die folgenden Elemente beinhalten:

  • Zusammenfassung, die einen kurzen Überblick über die Produktidee gibt
  • Marktanalyse zur Beschreibung der Anforderungen der Kund:innen und der Marktchancen
  • Wettbewerbsanalyse zur Identifizierung bestehender oder potenzieller Mitbewerber:innen im Zielmarktsegment
  • Abschnitt über die technische Realisierbarkeit mit detaillierten technischen Anforderungen
  • Finanzübersicht mit Kosten-, Umsatz- und Gewinnschätzungen
  • Produktumfang, der die Produktvision, die Roadmap, das Backlog und das MVP definiert
  • Risikoanalyse zur Identifizierung und Bewertung potenzieller Risiken und Ungewissheiten
  • Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Argumente des Business Case

Phase 5 der Produktentwicklung: Entwicklung

In der eigentlichen Entwicklungs- oder „Build“-Phase der Produktentwicklung wird das Produkt entworfen, konstruiert, getestet und ausgereift.

„Die tatsächliche Entwicklung eines neuen Produkts wird durch den Umfang, die Spezifikationen und die Anforderungen bestimmt, die in den früheren Phasen festgelegt wurden.“

Wichtigste Aktivitäten während der Entwicklung

Die eigentliche Entwicklung eines neuen Produkts ist ein vielschichtiger Prozess, der verschiedene entscheidende Elemente umfasst. Es beginnt mit der sorgfältigen Gestaltung der Produktarchitektur, der UI und der Produkterfahrung, wobei geeignete Tools und Techniken eingesetzt werden, die für optimale Funktionalität und zufriedene Benutzer:innen sorgen. Der nächste Schritt besteht darin, das Produkt unter Einhaltung der Best Practices und Standards der Branche zu entwickeln. Dabei müssen Aspekte wie Stücklisten, Lieferkettenmanagement, Codierungskonventionen, Dokumentation und die Versionskontrolle berücksichtigt werden.

Eine umfassende Testphase ist unerlässlich, um ein robustes Produkt mit einem akzeptablen Lebenszyklus sicherzustellen. Zu den Testmethoden gehören unter anderem Einheitstests, Integrationstests und Systemtests. Jeder Test wird in Übereinstimmung mit Best Practices und Standards durchgeführt.

Während der Entwicklung eines Produkts müssen funktionsübergreifende Teams einen Überblick über alle Abhängigkeiten haben.
Während der Entwicklung eines Produkts müssen funktionsübergreifende Teams einen Überblick über alle Abhängigkeiten haben.

Der iterative Prozess der Produktentwicklung beinhaltet Feedback-Schleifen, die eine Produktverbesserung auf der Grundlage von Anregungen seitens der Kund:innen ermöglichen. Dieses kontinuierliche Feedback und die darauf basierende Ausreifung sind entscheidend für die nahtlose Anpassung eines Produkts an die Markterwartungen und Branchenstandards, was zu einem hochwertigen, kundenorientierten Angebot führt.

Größte Herausforderungen und Risiken bei der Entwicklung

  • Design eines Produkts, das nicht intuitiv und leicht zu bedienen ist, nicht attraktiv ist oder nicht den Bedürfnissen oder Erwartungen der Kund:innen entspricht
  • Build eines Produkts, das nicht funktional, leistungsfähig, sicher, zuverlässig oder mit den Geräten oder Plattformen der Kund:innen kompatibel ist
  • Tests, die nicht umfassend, präzise oder effektiv bei der Identifizierung oder Behebung von Fehlern oder Mängeln sind
  • Produkt, das nicht flexibel und im Zuge der Ausreifung an sich ändernde Bedürfnisse oder Erwartungen der Kund:innen anpassbar ist

Best Practices für die Verbesserung der Entwicklung

Verwenden Sie die richtigen Tools: Die richtigen Tools sollten die Zusammenarbeit während der gesamten Produktentwicklung und mit den Produktentwicklungsteams und anderen Stakeholdern erleichtern.

Messen Sie Qualität und Konsistenz: Führen Sie regelmäßige Tests durch, um die Einhaltung von Produktumfang, Spezifikationen und Anforderungen zu überprüfen.

Überwachen Sie den Fortschritt der Produktentwicklung: Verwenden Sie Kennzahlen, Indikatoren, Dashboards, Berichte und andere Tools, die Transparenz bieten und die Verantwortlichkeit für das Endergebnis der Produktentwicklung zuweisen.

Optimieren Sie die Effizienz der Produktentwicklung: Nutzen Sie Automatisierungs- oder Optimierungstools, um eine schnelle und pünktliche Produktbereitstellung im Rahmen des Budgets zu ermöglichen.

Phase 6 der Produktentwicklung: Test und Validierung

Die Test- und Validierungsphase ist wichtig, um zu prüfen, ob das Produkt bei Kund:innen und Stakeholdern gut ankommt.

„Diese Phase ist wichtig, um zu überprüfen, ob das Produkt die Bedürfnisse und Erwartungen der Kund:innen erfüllt, wenn nicht sogar übertrifft. Tests und Validierung erhöhen die generellen Erfolgschancen des Produkts.“

Wichtigste Aktivitäten beim Testen und Validieren

Organisationen können die folgenden Methoden anwenden, um die Effektivität neuer Produkte zu testen:

Alpha-Tests – Interne Benutzer:innen bewerten die Produktfunktionalität und -leistung und identifizieren Fehler oder Mängel, die vor dem Beta-Test behoben werden müssen.

Beta-Tests – Externe Benutzer:innen bewerten den Produktnutzen und die allgemeine Zufriedenheit der Kund:innen. Zudem kann dieser Ansatz genutzt werden, um zu ermitteln, welche Verbesserungen oder Erweiterungen vor der Markteinführung notwendig sind.

Pilotversuche – Eine kleine Gruppe von Kund:innen oder Stakeholdern prüft die Marktresonanz des Produkts und die vor der Markteinführung erforderlichen Anpassungen.

Größte Herausforderungen und Risiken beim Testen und Validieren

  • Verwendung von Methoden, die nicht repräsentativ, realistisch oder ausgereift genug sind, um die tatsächlichen Bedürfnisse und Erwartungen der Kund:innen zu erfassen oder um mögliche Fehler oder Mängel des Produkts zu erkennen
  • Tests, die zu kostspielig, zeitaufwendig oder komplex sind, um sie durchzuführen oder zu analysieren
  • Validierung, deren Ergebnisse widersprüchlich, inkonsistent oder nicht schlüssig sind und die zu einer Ausweitung des Umfangs, der Funktionen oder zu unzufriedenen Kund:innen führt

Best Practices für die Tests und Validierung

Wählen Sie die am besten geeigneten, effektivsten und effizientesten Testtools: Testen Sie ganz bewusst. Die gewählten Methoden müssen relevant sein und mit dem Produkttyp, der Phase und den Zielen im Einklang stehen.

Sammeln und analysieren Sie die Ergebnisse: Prüfen Sie die Daten gemeinsam mit den Teams auf ihre Zuverlässigkeit und Gültigkeit und stellen Sie sicher, dass sie verwertbar sind.

Standardisieren Sie die Tests und kommunizieren Sie die Ergebnisse: Stellen Sie die Ergebnisse verständlich dar, ohne sich in Details zu verstricken.

Phase 7 der Produktentwicklung: Markteinführung

Die letzte Phase der Produktentwicklung ist die Markteinführung des Produkts. Dies ist der Zeitpunkt, an dem Kund:innen und Stakeholder direkt mit dem Endprodukt in einer nicht durch Tests kontrollierten Umgebung interagieren können.

„95 % der neuen Produkte scheitern in dieser Phase der Produktentwicklung, wenn sie in der realen Welt einer intensiven Prüfung unterzogen werden.“

Wichtigste Aktivitäten während der Markteinführung

Eine effektive Markteinführung erfordert eine systematische und gut koordinierte Durchführung, die mit der Entwicklung einer soliden Produkteinführungsstrategie beginnt. Bei dieser Einführungsstrategie müssen die wichtigsten Ziele und Ergebnisse sowie die übergeordnete Geschäftsstrategie berücksichtigt werden. Aus dieser Strategie ergibt sich ein detaillierter Plan für die Produkteinführung, in dem wesentliche Elemente wie Einführungsaktivitäten, Zeitplan, Budget, erforderliche Ressourcen sowie die Rollen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Teammitglieder festgelegt werden. Dieser Plan dient als Roadmap für die nahtlose Umsetzung der Produkteinführungsstrategie.

Ein wesentlicher Bestandteil des Einführungsplans ist eine Einführungskampagne, die darauf abzielt, Aufmerksamkeit zu erregen, Interesse zu wecken, ein Verlangen zu erzeugen und zum Handeln anzuregen. Die Kampagne wird zum Mittel, um das Wertversprechen des Produkts an die Zielgruppe zu kommunizieren und einen erfolgreichen Markteintritt sicherzustellen.

Im Anschluss an die Einführung folgt eine ausführliche Bewertung, um die Ergebnisse zu messen und zu überprüfen und so wertvolle Erkenntnisse über die Effektivität der Einführung zu gewinnen. Mit dieser Bewertung wird der Erfolg gemessen und es werden Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, sodass zukünftige Einführungsstrategien kontinuierlich verfeinert werden können.

Größte Herausforderungen und Risiken bei der Markteinführung

  • Markteinführungsstrategie, die nicht auf die Bedürfnisse der Kund:innen, die Marktchancen, die Wettbewerbslandschaft oder die Unternehmensziele abgestimmt ist
  • Einführungsplan, der nicht realistisch und machbar ist oder eine effektive Durchführung der Produkteinführungsstrategie ermöglicht
  • Einführungskampagne, der es an Kreativität oder Konsistenz bei der Vermittlung des Wertversprechens und der Positionierung fehlt
  • Bewertung, die nicht umfassend, genau oder zeitnah die Ergebnisse der Produkteinführung und die Leistungsindikatoren prüft

Best Practices für die Markteinführung

Entwickeln und dokumentieren Sie alles, was mit der Einführung zusammenhängt: Halten Sie Ereignisse und Meilensteine der Strategie, des Plans, der Kampagne und der Bewertung fest und überprüfen Sie die Vollständigkeit und Qualität der Ergebnisse der Einführung.

Setzen Sie Methoden ein, die die Zusammenarbeit und Kommunikation erleichtern: Ermutigen Sie das Markteinführungsteam, in einem offenen Forum mit anderen Stakeholdern zu kommunizieren. Diese Zusammenarbeit fördert die reibungslose Koordination und Abstimmung der Produkteinführungsaktivitäten.

Integrieren Sie Analysemethoden: Messen und überwachen Sie kontinuierlich den Fortschritt und die Performance der Produkteinführung mit Hilfe von Leistungsindikatoren, Dashboards und Berichten, die Transparenz und Verantwortlichkeit für die Ergebnisse der Produkteinführung fördern.

Setzen Sie Tools ein, die die Produkteinführung optimieren: Automatisierungen oder Vorlagen bieten hervorragende Möglichkeiten, die Effizienz zu steigern, Verschwendung zu reduzieren und eine erfolgreiche Produktbereitstellung sicherzustellen.

Wie eine Lösung für das Produktportfolio-Management die Produktentwicklung optimiert

Das Management der sieben Phasen der Produktentwicklung erfordert einen sorgfältig geplanten, systematischen Ansatz. In jeder Phase der Produktvermarktung benötigen die Verantwortlichen Einblicke in Daten, funktionsübergreifende Workflows und Ressourcen, um Chancen zu erkennen und die Entwicklung von Produkten zu vermeiden, die keine Umsätze generieren oder auf dem Markt nicht erfolgreich sind.

Im Vergleich zu ihren eher statischen Gegenstücken bieten digitale Lösungen für das Produktportfolio-Management die Datentransparenz sowie die Work-Management- und Analysefunktionen, die Manager:innen für die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte benötigen. Durch die Konsolidierung aller mit der Produktentwicklung zusammenhängenden Arbeiten in einer gemeinsamen, leicht zugänglichen Wissensdatenbank fungieren diese Lösungen als zentraler Knotenpunkt für die gemeinsame Arbeit, die darauf ausgerichtet ist, neue Produkte in einem Portfolio mit den strategischen Zielen in Einklang zu bringen.

Erfolgreiche Innovation mit Planview

Die sieben Phasen der Produktentwicklung bieten Organisationen einen strategischen Weg zur erfolgreichen Entwicklung und Einführung innovativer Produkte. Die Verfolgung jeder Prozessphase und der Einsatz von Produktportfolio-Management-Lösungen wie die von Planview verbessern die Fähigkeit eines Unternehmens, erfolgreiche und wirkungsvolle Produkte einzuführen.

Mit Planview können Organisationen die sieben Phasen der Produktentwicklung verfolgen und optimieren. Tools wie IdeaPlace und Planview Advisor ermöglichen es Organisationen, ihre Strategie und das Portfoliomanagement miteinander zu verknüpfen, um die erfolgreiche Entwicklung neuer, innovativer Produkte sicherzustellen.

Lesen Sie unseren umfassenden Leitfaden und erfahren Sie mehr über die Planview Lösungen für das Produktportfolio-Management.