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Im heutigen professionellen geschäftlichen Umfeld steigt bei Unternehmen der Bedarf, die IT in das Gesamtbild ihrer Geschäftsstrategie zu integrieren. Da die Beziehung zwischen Technologie und strategischer Planung immer komplexer wird, ist es für Unternehmen wichtig, ihre Umsetzungspläne mit dem Ziel zu überarbeiten, für das digitale Geschäftszeitalter geeignete IT-Roadmaps zu entwickeln.

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Eine geeignete Roadmap fördert die Zusammenarbeit

In der Vergangenheit dienten IT-Roadmaps dazu, Unternehmen bei sehr speziellen und technologiebezogenen Vorhaben zu unterstützen. Dies förderte in IT-Abteilungen das Silodenken. Viel Zeit wurde damit verbracht, sich auf technologische Problemstellungen zu konzentrieren, anstatt auf die Frage, wie das Unternehmen als Ganzes gestärkt werden kann. Das führte zu einem ineffizienten System, in dem das Management der Fachbereiche und Technologie-Führungskräfte kaum zusammenarbeiteten.

Technologiefachkräfte arbeiten mit anderen Abteilungen zusammen, um konkrete Geschäftsziele zu erreichen.
Technologiefachkräfte arbeiten mit anderen Abteilungen zusammen, um konkrete Geschäftsziele zu erreichen.

Probleme, die mit einer derartigen Silomentalität in Zusammenhang gebracht werden, drehen sich häufig um einen Mangel an Zusammenarbeit und strategischer IT-Planung im Hinblick auf arbeitsbezogene Probleme. Dazu zählen beispielsweise:

  • Neue Softwareprojekte, die von vornherein zum Scheitern verurteilt sind
  • Mangelnde Einbeziehung von Stakeholdern in den Entscheidungsprozess bei technologiebezogenen Projekten
  • Fehlen eines klaren Geschäftsziels

Eine effektive IT-Roadmap zielt auf die Lösung solcher Probleme ab, indem sie zur Zusammenarbeit zwischen Business und Technologie ermutigt. Dies ist besonders in der heutzutage so stark wettbewerbsorientierten Geschäftswelt wichtig, in der von Technologieexperten erwartet wird, dass sie mit anderen Abteilungen zusammenarbeiten, um ihr Unternehmen durch den Einsatz von Technologie beim Erreichen konkreter Geschäftsziele zu unterstützen.

Wie funktioniert eine IT-Roadmap?

Laut einer Studie von Garner besteht eine der größten Herausforderungen für Technologieführer in der modernen Geschäftswelt darin, ein Governance-Modell zu entwickeln, dass den steigenden Bedarf nach digitalen Geschäftsmodellen abdeckt. Um dies zu erreichen, müssen CIOs ihren Ansatz im Hinblick auf Technologie neu formulieren und sie als einen geschäftlichen Faktor präsentieren, der dem ganzen Unternehmen hilft – und nicht nur dem IT-Bereich.

Im Kern zielt die IT-Roadmap darauf ab, die Lücke zwischen IT und dem Management der Fachbereiche zu schließen, indem sie aufzeigt, wie Technologie als Triebfeder für eine positive Veränderung im Unternehmen genutzt werden kann. Die Roadmap erkundet, wie Technologie das Management dabei unterstützen kann, die strategische Vision des Unternehmens Wirklichkeit werden zu lassen.

Ziel der Roadmap sollte es sein, einen Kommunikationskanal zwischen Führungskräften der Fachbereiche und Mitarbeitern der Technologieabteilung zu öffnen. Jeder, ob CIO, Architekt des Rechenzentrums, Manager eines Bereichs oder Leiter eines Teams kann von einer gut geplanten Roadmap profitieren. Eine effektive Roadmap muss:

Die IT-Roadmap stellt sicher, dass Technologie in den Entscheidungsprozess des Managements miteinbezogen wird.
Die IT-Roadmap stellt sicher, dass Technologie in den Entscheidungsprozess des Managements miteinbezogen wird.

Indem die IT-Roadmap die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen in einem Unternehmen verbessert, stellt sie sicher, dass Technologie immer dann in Entscheidungsprozesse einbezogen wird, wenn das Management seine Geschäftsstrategie umsetzt oder aktualisiert.

Eine IT-Roadmap von Grund auf erstellen

Eine Grundlage für Ihre Technologie-Roadmap zu schaffen, ist mit dem Finden eines Wegs auf einer Landkarte vergleichbar. Aber anstatt nach Straßennamen und Koordinaten zu suchen, analysieren Sie Ziele und Ergebnisse.

Als CIO eines Unternehmens müssen Sie sich beim Ausformulieren Ihrer Technologie-Roadmap folgende Fragen stellen:

  1. Wo bin ich gerade? (Wo stehen meine Abteilung und das Unternehmen als Ganzes?)
  2. Wo will ich hin? (Wo will ich in Zukunft stehen?)

Zuerst müssen Sie beurteilen, wo Sie sich gerade befinden. Dafür sehen Sie sich die Rolle an, die Technologie in Ihrem Unternehmen spielt. Das wird Ihnen auch dabei helfen, ein klares Bild davon zu bekommen, was Ihre Abteilung beiträgt, und wie sie die Anforderungen anderer Abteilungen besser erfüllen kann.

Außerdem müssen Sie verschiedene Kennzahlen in Bezug auf Ihre aktuelle Leistung bewerten. Hier einige Punkte, die Sie in den Planungsprozess aufnehmen sollten:

  • Welchen Abteilungen Sie IT-Lösungen zur Verfügung stellen und die speziellen Dienstleistungen, die jede Abteilung benötigt
  • Alle eingesetzten Software-Anwendungen mit den zugehörigen Abteilungen
  • Eine umfassende Übersicht über alle geschäftlich eingesetzten Computer und Mobilgeräte
  • Den kompletten Bestand an Netzwerk-Hardware (Router, Server, Daten-Back-ups usw.) aller Bereiche und Niederlassungen
  • Alle bestehenden Sicherheitsmaßnahmen, mit denen Sie Ihr Netzwerk absichern
  • Die mit dem Betrieb Ihrer IT-Dienstleistungen verbundenen Ausgaben

Diese Informationen unterstützen Sie dabei, Ihren IT-Betrieb objektiv zu betrachten. Jetzt können Sie verschiedene Wege erkunden, um Ihre Dienstleistungen auszubauen oder unnötige Ausgaben zu streichen. Diese Kennzahlen unterstützen auch die Stakeholder dabei, zu verstehen, welche Technologieprojekte wichtig und effektiv sind und welche Initiativen neu priorisiert oder gänzlich verändert werden sollten.

Die Bewertung des gegenwärtigen Zustands Ihrer Abteilung ist ein geeigneter Startpunkt für das Einleiten neuer Projekte. Von diesem Punkt aus können Sie Ziele, die Sie in einem definierten Zeitraum erreichen wollen, formulieren und priorisieren.

Optimieren der IT-Roadmap

Bis vor Kurzem nutzten viele Unternehmen IT-Roadmaps, um Ziele zu erreichen, die innerhalb eines Zeitrahmens von drei bis zehn Jahren lagen. Die Schwierigkeit bei so langen Planungszeiträumen besteht in der Tatsache, dass Unternehmen Roadmaps auf der Basis bestehender Trends, Technologien und eines Umfelds formulieren, das sich alle sechs bis zwölf Monate ändert.

In einem Interview mit SearchCIO erläuterte Mojgan Lefebvre, CIO von Liberty Mutual, ein detailliertes Framework für eine effektive IT-Roadmap. Hier ihre wichtigsten Punkte:

  • Roadmaps sollten nie langfristig sein, da sich Business und IT dauernd weiterentwickeln.
  • Der CIO muss die Geschäftsstrategie des Unternehmens verstehen und entsprechend planen.
  • Flexibilität ist unerlässlich. Ihre IT-Roadmap muss vor allem wandlungsfähig sein, sodass sie sich den sich dynamisch verändernden Anforderungen Ihrer Teams anpassen und das Geschäftsmodell bei seiner fortwährenden Weiterentwicklung unterstützen kann.
Ihre IT-Roadmap muss sich zusammen mit den sich entwickelnden Geschäftsmodellen verändern.
Ihre IT-Roadmap muss sich zusammen mit den sich entwickelnden Geschäftsmodellen verändern.

Eine beliebte Alternative zum langfristig ausgelegten Roadmapping ist der 120-Tage-Ansatz. Diese Methode erfordert, dass IT-Führungskräfte eine Liste von Capabilities nutzen, die erforderlich sind, um die Unternehmensziele zu erreichen. Abteilungen arbeiten während der nächsten vier Monate daran, die gewünschten Ergebnisse zu erreichen. Am 120. Tag überprüfen sie die IT-Roadmap und untersuchen verschiedene Möglichkeiten, um sie zu optimieren.

Auch wenn der 120-Tage-Ansatz des IT-Roadmappings hektischer aussehen mag als eine langfristige Strategie, bietet er Vorteile, durch die Ihr Unternehmen dem Wettbewerb einen Schritt voraus bleiben kann:

  1. Stakeholder können Ergebnisse in einem kürzeren Zeitrahmen erzielen. Dadurch bleibt weniger Raum für Spekulationen, während Abteilungen mehr Möglichkeiten haben, ihre Strategien anzupassen und zu verbessern.
  2. Kurzfristiges Roadmapping zwingt Unternehmen dazu, flexibel zu agieren und ihre Technologie-Roadmap alle vier Monate zu überprüfen.

Denken Sie schließlich daran, dass Zusammenarbeit das Herz jeder erfolgreichen Roadmap ist. Es ist wichtig, während des gesamten Prozesses mit Ihren Stakeholdern zusammenzuarbeiten, beginnend mit der Beurteilung des derzeitigen Status Ihrer Abteilung. Dadurch halten Sie sie nicht nur auf dem Laufenden, sodass sie eine bessere Vorstellung der Bedürfnisse und Erwartungen der Abteilung haben. Sie sorgen auch dafür, dass die Prioritäten aller Beteiligten berücksichtigt werden und dass alle Führungskräfte und Abteilungsleiter an denselben Geschäftszielen arbeiten.

Den Kurs festlegen

Die Entwicklung einer flexiblen IT-Roadmap, die sich auf dem neuesten Stand befindet, ist ein wichtiger Schritt, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Geschäftsziele effektiver zu erreichen. Dies trifft insbesondere auf große Unternehmen zu, bei denen die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass Ziele auf „Abteilungssilos“ beschränkt werden. Für Führungskräfte aus den Technologie- wie aus Fachbereichen ist eine IT-Roadmap hilfreich, die die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen beinhaltet, um auf diese Weise die Gesamtleistung des Unternehmens zu verbessern.

Die Koordination zwischen der IT- und anderen Abteilungen erlaubt es Stakeholdern, den Nutzen, den technologiebezogene Projekte für das Unternehmen erzielt haben, aus erster Hand zu erleben. Darüber hinaus sorgt sie dafür, dass Technologiefachkräfte die Bedürfnisse und Erwartungen anderer Abteilungen nicht vergessen. Im Ergebnis kann das Unternehmen einen gut formulierten Plan erstellen, der Technologie zur Optimierung der Geschäftsabläufe nutzt – vom C-Level-Management bis hin zu Projekt- und Teamleitern.